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Young Rebel Set - Crocodile

Young Rebel Set - Crocodile

Label: Grand Hotel van Cleef
VÖ: 20. September 2013

Tracklist

1. Yesca & The Fear   
2. Tuned Transmission    
3. The Lash Of The Whip       
4. Show Your Feathers & Run        
5. The Girl From The 51            
6. Unforgiven            
7. Another Time, Another Place    
8. Berlin Nights        
9. Reap The Whirlwind        
10. One Law            
11. Where Have I Been Going?

Medien

Da soll noch mal einer sagen, Engländer und Deutsche würden sich nicht gut verstehen. Young Rebel Set aus Stockton-on-Tees sind der lebende Beweis dafür, dass das Gegenteil der Fall ist. Erst verliebte sich Thees Uhlmann in die Indie-Folk-Band und ihren Hit „If I was“, dann folgte ein ziemlich großer Teil der Nation. Den Berliner Postbahnhof haben Young Rebel Set während der Tour zu ihrem Debütalbum „Curse Our Love“ genauso ausverkauft wie das Hamburger Uebel & Gefährlich. „Wir haben schon eine sehr besondere Beziehung zu Deutschland“, sagt Gitarrist Andrew Parmley. „Es ist wie eine zweite Heimat für uns.“

Kein Wunder also, dass sich auf dem zweiten Young-Rebel-Set-Album „Crocodile“ ein Song namens „Berlin Nights“ findet. „Wir schreiben eben über die Dinge, die uns beeinflusst haben und wir verbringen ja rund zwei Monate im Jahr hier!“, erklärt Sänger Matty Chipchase. Dinge, die sie beeinflussen – neben Berlin war das bei diesem Album vor allem das Erwachsenwerden. „Das Album ist ziemlich nachdenklich“, so Chipchase weiter. „Es geht in vielen Song darum älter zu werden und plötzlich Verantwortung übernehmen zu müssen, zurückzublicken und zu merken, was für ein Arsch man war. Aber es geht auch darum, sich damit auseinanderzusetzen, wer man heute ist.“

So dreht sich die erste Single „The Lash Of The Whip“, eine melodiöse Uptempo-Nummer, um Laster und deren unangenehme Auswirkungen, während es in der an Bruce Springsteen erinnernden Ballade „Show Your Feathers And Run“ darum geht, dass das Leben eben nicht für immer eine Party sein kann. „Wir sind nicht mehr die sechs Typen, die sich auf der Bühne jeden Abend betrinken“, so Chipchase. Im Gegenteil. „Tuned Transmission“, das mit seiner verspielten Gitarren-Melodie und den mehrstimmigen Harmonien so schwerelos klingt, beschreibt die harte Arbeit, die Young Rebel Set in ihr neues Album steckten. „Wir sind wirklich bis an unsere Grenzen gegangen und haben es uns nicht leicht gemacht“, sagt Chipchase. „Wir wollten uns mit diesem Album unbedingt weiterentwickeln. Die neuen Songs sind viel durchdachter.“

Natürlich klingt „Crocodile“ noch unmissverständlich nach Young Rebel Set und auch ihr Händchen für großartige Melodien hat die Band sich bewahrt. Aber gleichzeitig gibt es einige Überraschungen (zum Beispiel die vom Klavier geprägte Ballade „The Girl From The 51“) und Änderungen. So hat Mundharmonikaspieler Dave Coombe die Band verlassen, weil „gewisse Elemente oder Instrumente für unsere Weiterentwicklung einfach nicht mehr nötig waren“, so Parmley. Folkig klingen die Songs trotzdem noch, aber auch poppiger, sauberer produziert. Dafür ist auch Paul Savage verantwortlich, Haus- und Hofproduzent schottischer Bands wie Mogwai und Arab Strab, mit dem Young Rebel Set das Album aufnahmen. „Mit Paul zu arbeiten hat unsere Welt musikalisch total geöffnet“, so Chipchase. „Wir haben jetzt viel mehr Werkzeuge in unserem Arsenal und es fühlt sich an, als könnten tun, was immer wir wollen. Wir befinden uns an einen ziemlich positiven Punkt.“

Wer des Albumtitels wegen eine abgefahrene Krokodil-Anekdote aus den Aufnahmesessions erwartet, liegt allerdings falsch. „Wir haben all diese tief gehenden und poetischen Plattentitel durch diskutiert“, sagt Chipchase, „aber irgendwie passte keiner davon. Also haben wir uns für einen Titel entschieden, der völlig losgelöst vom Album ist. Man assoziiert damit nichts als ein Krokodil. Aber in Zukunft denken die Leute bei dem Wort hoffentlich sofort an Young Rebel Set.“