Shipwrecks - Shipwrecks

Shipwrecks - Shipwrecks

Label: Sportklub Rotter Damm
VÖ: 10. November 2017

Tracklist

Seite A
01. Monument
02. Haven
03. Maelstrom

Seite B
01. Home
02. Waldeinsamkeit

Medien

Nun also endlich ein Album. Nach der hochgelobten 2015er Debüt-EP offenbart sich auch das erste Full-Length der jungen Postrock-Hoffnung Shipwrecks nicht nur als äußerst gute Platte, sondern vor allem auch als eine absolute Herzensangelegenheit. In der Entstehungsgeschichte des Albums zeigt sich die Liebe zum Detail, die Passion zum Selbermachen und die Ernsthaftigkeit, mit der die vier Kölner sich ihrem Werk widmen: Zum Songwriting zog man sich nach einjährigen Vorarbeiten im Proberaum anderthalb Wochen aus der geschäftigen Großstadt in die Isolation eines alten Gehöftes in Schleswig-Holstein zurück. Die Songs wurden vom Gitarristen der Band, der auch als hauseigener Produzent fungiert, über Monate hinweg an verschiedensten Orten in Deutschland und den Niederlanden z.T. mit feinstem Vintage-Equipment aufgenommen, um den besonderen Band-Sound möglichst überzeugend einzufangen: Wuchtige, räumliche Drums treffen auf mächtigen Bass, erhabene Gitarren und atmosphärische i-Tüpfelchen wie Pauken und exotische Percussion-Instrumente. Das Coverartwork ist die Fotografie eines vom Drummer – der praktischerweise auch als bildender Künstler tätig ist – in mühevoller Kleinstarbeit über ein Jahr hinweg maßgeschneiderten 1,3 x 0,6-Meter-Kunstwerkes. Die Mixed-Media-Assemblage aus Holz, rostigen Metallteilen, Fossilien, Kinderspielzeug, Lavagestein, einem Seeigel (!) und zahllosen anderen bizarren Fundstücken aus aller Welt versprüht lost-and-found-Charme und passt perfekt zum melancholischen Postrock, mit dem die Songs aufwarten. Lediglich das Mastering gab die Band in die Hände von Cult of Lunas Magnus Lindberg, welcher der Platte den berühmten „letzten Schliff“ verpasste; für weitere Szene-Prominenz in den Credits sorgt darüber hinaus ein kurzer Gastauftritt von Daniel Julien (EF/Halo of Pendor) am Akkordeon.
Das Ergebnis all dieser Bemühungen ist ein Postrock-Album, bei dem einfach alles passt! Die epische Ästhetik wirkt vertraut, ohne sich bei den üblichen Szene-Größen anzubiedern oder in das vielgeschmähte Laut-Leise-Postrock-Gedengel abzugleiten. Die organische Produktion hebt sich angenehm vom computermäßig sterilen Einerlei ab, das man heutzutage leider allzu oft vorfindet. Das spektakuläre Coverartwork unterstreicht die Einzigartigkeit des Sounds, den die Jungs nur mit Gitarre, Bass und Schlagzeug zaubern. Es wird klar: Hier wurde etwas Großes erschaffen.