Schreng Schreng & La La - Alles muss brennen

Schreng Schreng & La La - Alles muss brennen

Label: Rookie Records
VÖ: 29. März 2019

Tracklist

01. Alles muss brennen
02. Mit dem Rücken zur Nacht
03. Bremse
04. Arschloch Glück

„16 Uhr und ich bin gerade erst aufgewacht. Auf einem Parkplatz, auf dem ich noch niemals war. Ich steh mit dem Rücken zur Nacht und morgen, das ist erst, wenn ich geschlafen hab.“
„Mit dem Rücken zur Nacht“ ist im Original ein Song der Band Trashboy. Trashboy, das waren Sebastian Neuerburg und Gunnar Baars – zwei Musiker, die genauso gegen ihre Dämonen kämpften, wie es Schreng Schreng & La La seit mittlerweile zehn Jahren tun. Vier Freunde also, die 2009 gemeinsam auf ihre erste Deutschland-Tour gingen und dabei für zum Teil ziemlich verdutzte Gesichter sorgten. Eine Freundschaft, die am 15. September 2010 durch den Freitod von Gunnar jäh auseinandergerissen wurde.
Schreng Schreng & La La erinnern bis heute auf jedem Konzert an ihren guten Freund, war er es doch, der bei einer der ersten Schreng Schreng-Proben den Refrain zu „Dein Platz an diesem Tisch ist darunter“ gegen eine andere Textzeile von Jörkk ‚tauschte‘.
Mit „Alles muss brennen“ erinnern Jörkk und Lasse nicht nur an Gunnar. Sie weisen auch auf ein Tabuthema hin, dass bis heute kaum Beachtung findet: Suizid. „Solltest Du mit dem Gedanken spielen, Dir das Leben nehmen zu wollen, sprich bitte mit Deinen Freunden, Deiner Familie oder wende Dich an eins der vielen anonymen Hilfsangebote. Passt auf Euch auf!“ heißt es im Textblatt. Mehr gibt es dazu eigentlich auch nicht zu sagen. Passt einfach aufeinander auf.
Die vier Songs auf „Alles muss brennen“ entstanden im April 2018 in Zusammenarbeit mit Trashboy-Musiker Sebastian, der die irre Orgel und das dezente Klavier des Titelsongs einspielte. Produziert von Sascha Eigner (Jupiter Jones), der die Songs später auch mixte. Zur Single „Mit dem Rücken zur Nacht“ hat Lucja Romanowska ein stimmungsvolles schwarz-weiß-Video gedreht, das am 27. Februar 2019 veröffentlicht wird. Schreng Schreng & La La waren schon immer eine einfache, ehrliche und authentische Band, die manchmal traurig, manchmal deprimierend, manchmal sozialkritisch und manchmal wie ein vertonter Schildbürgerstreich klingt. Auf „Alles muss brennen“ bewegen sich die beiden Musiker fernab Ihrer Komfortzone. Aber gerade das war den beiden diesmal ein Anliegen. Denn am Ende sind sie in erster Linie zwei Freunde, die Musik machen. Nicht mehr, aber auch ... nein, einfach nur „nicht mehr“.