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Jupiter Jones - Jupiter Jones

Jupiter Jones - Jupiter Jones

Label: Columbia Records
VÖ: 25. Februar 2011

Tracklist

  1. Ansage
  2. Hey Menetekel
  3. Immerfürimmer
  4. Still
  5. Alter Mann wo willst du hin?
  6. Vater
  7. Sonne? Scheint!
  8. Berlin
  9. Hier oben (...Jupp)
  10. Stück vom Weg
  11. Der Hund, die Stock, die Tür
  12. Komm bloß nicht nach Bad Bentheim

Medien


Info:

Wer in Deutschland über Musik spricht, zieht ständig Grenzen. Hier Punk, da Pop. Hier Indie, da Mainstream. Hier Ansehen, da Gelächter.

Jupiter Jones haben diese Grenzen nie gekannt. Auf dem Unterarm ihres Sängers Nicholas Müller steht die wichtigste Zeile der Band Hot Water Music geschrieben: „Live your heart and never follow.“ Genau das tun Jupiter Jones seit sieben Jahren. Sie brüllen „Hallo Angst, du Arschloch!“ und sie singen „Oh, hätt’ ich Dich verloren“. Sie beschallen Moshpits voller Schweiß und Tränen, aber auch das Kapuzinerkloster Cochem mit einem Unplugged-Konzert. Sie fusionieren die Energie des Gainesville-Rock mit Melodien und Textzeilen, die jeden bewegen, der das Glück hat, ihnen zu begegnen. Sie verlangen keinen Mitgliedsausweis. Sie ziehen keine Grenzen.

Ihr erstes Album für Columbia Berlin/Sony Music nach drei Platten auf eigenem Label heißt schlicht „Jupiter Jones“. Ein Statement. Das sind wir, endlich vollständig. Genau so wollen wir sein. Niemals zuvor ließen sie sich so viel Zeit. Niemals zuvor klangen sie so ausgereift und sicher in ihrer Kunst, das Unsichere zu vertonen. Das Gebrochene und sich Verzehrende, die tiefe Emotion, die ihre Songs prägt. Jupiter Jones bringen ein Lebensgefühl zum Klingen, das viele kennen und nicht in Worte fassen können. Das ewig maue Gefühl im Magen, dass da noch etwas ist, wo man hin muss, dass alles besser sein könnte und dass man auf dem Weg zum Ziel einfach schon mal lebt. Und dazu die Ahnung, dass dieses „einfach schon mal leben“ vielleicht das einzig wahre Leben darstellt, weil man nur brennt, wenn die Lücke noch vorhanden ist.

Jupiter Jones leben. Im Vorfeld der Platte haben sie „einige gute Menschen“ und ob dieses Verlustes „zeitweilig den Verstand“ verloren. Sie haben als Musiker extreme Aufs und Abs erlebt, einen „stetig größer werdenden Anspruch an uns selbst“ und den Kampf gegen den inneren Zweifler, der immer noch nicht zulassen will, es laut sagen zu dürfen: „Ja, ich bin Musiker von Beruf. Tatsächlich…“

Die neuen Songs handeln von Liebe, Verlust, Sinnsuche und Selbstzweifel, aber manchmal auch ganz konkret vom alten, verbitterten Mann in der Kneipe („Komm bloß nicht nach Bad Bentheim“) oder von einem „Berlin“ als Sinnbild der Zwangshipness. Die finalen Zeilen der ersten Single „Still“ lauten: „Und wenn ich noch 1000 Lieder vom Vermissen schreib/ Heißt das noch nicht, dass ich versteh/ Warum dieses Gefühl für immer bleibt.“

„Jupiter Jones“, das Album, überschreitet alle Grenzen. Ist Rock, ist Punk, ist Pop, ist Singer/Songwriter, aber vor allem ist es ein Manifest zum Thema, wie man seine Hörer entwaffnet, ohne sich anzubiedern… und wie man Synthesizer rehabilitiert! Produzent Wolfgang Stach, der auch das letzte Album betreute, hat in seiner Karriere bereits Hand an Such A Surge, BAP und Bosse gelegt; Mischer Michael Ilbert ließ die Beatsteaks, Tocotronic und Mando Diao klingen– gegensätzliche Künstler, die eines eint: Unverwechselbarer Charakter. Der ist Jupiter Jones wie keiner zweiten Band gegeben, denn niemand verknüpft rauhalsig-seelenvollen Rock so vollendet mit den besten Worten zur richtigen Melodie.

2011 ist es Zeit, dass dies nun alle Menschen mitkriegen, denn jeder hat ein Herz, das es verdient hat, würdevoll berührt zu werden. Und Jupiter Jones verlangen keinen Mitgliedsausweis.