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206 - Republik der Heiserkeit

206 - Republik der Heiserkeit

Label: TrocaderoVÖ: 2011

Tracklist


01. Keine Sonne Keine Cola
02. Hallo Hoelle
03. Goldjunge
04. Kratzer To The Top
05. Silbermühle
06. Der Junge Von Heute
07. Dauerwerbesendung
08. Blutig Im Schnee
09. Baader
10. Erdbeerlounge
11. Borniert
12. Kaeltester Tag Der Welt
13. Sachlich
14. Republik Der Heiserkeit



Medien

Debüt-Album der Band aus Leipzig/Halle, ursprünglich auf ZickZack erschienen, nun bei Trocadero. Das neue, wieder von Tobias Levin produzierte Studioalbum erscheint im Herbst 2016 auf Trocadero.

Tino Hanekamp über 206:
Wenn wir Glück haben, sind sie die Ersten einer neuen Art!
Sehr selten hat man das Gefühl, sein ganzes Leben auf eine Art Musik gewartet zu haben – und dann ist sie plötzlich da und lässt einen atemlos da stehen wo man gerade ist. So verhält sich das mit der Musik von 206. Man fühlt sich aufgewühlt, beschenkt und verstanden und will dieses Gefühl teilen. Die Musik ist eine Art wütend drängender Großstadtblues – direkt, hart, rau, voller verschiedener Einflüsse. Hier drückt alles nach außen, als würde irgendwas aufplatzen. Kurze, bei aller Reduktion vielschichtige Songs gegen die immerfort drohende Geistesgemütlichkeit und den Dreck, der uns umgibt. Der Sprengstoff sind Timm Völkers Texte. Wie der alles anklagt, hinterfragt, mit knappen Worten aufwühlend realistische Bilder malt in Schwarz und Stufen von Grau und man immerfort nickt, weil das alles so WAHR ist. Wie das raus bricht, mit überkippender Stimme, als ob da Einer um sein Leben sänge.
Live so wunderbar verstörend, wie es die besten Bands schon immer gewesen sind. Manchmal stehen sie stoisch im Nebel im Klanggewitter, ein andermal kriecht Völker zuckend über Kabel, beim nächsten mal platzt vielleicht sein Kopf. Das Publikum, immer: wie paralysiert.
Darauf muss man ja auch erst mal klar kommen. So unironisch und brutal offen, wie das hier alles ist. Und Voelkers Anklage geht nie immer nur an die böse große Welt, sondern immer auch an den, der vor ihm steht und zuallererst an ihn selbst. Unbesiegbarkeit durch Selbstzerstörung. Niemand, der davon unbeeindruckt bliebe. Und genau das brauchen wir gegen den Rückzug in die innere Zufriedenheit, gegen die Abkehr von der fiesen Außenwelt.
U.a. als Band und Timm Völker solo Support für Bands wie Turbostaat, Kommando Sonne-Nmilch, Jochen Distelmeyer, The (International) Noise Conspiracy, Gisbert zu Knyphausen & Kid Kopphausen Band. Und gemeinsame Gigs mit den Kollegen von JaPanik, Messer, Die Heiterkeit und Candedilla.